Die Presse über «Gömmer Starbucks»

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«Die Zürcher Teenager sprechen Balkanslang – gut so!»
Interview in der NZZ zu «Gömmer Starbucks?», 13. 4. 2013

 

«I bi geng dr glich»
Interview im «SonntagsBlick», 19. 4. 2015

 

«Wir wissen, dass der Nachbar nicht beisst»
Interview in der «Aargauer Zeitung», 13. 4. 2015

 

«Als Politiker würde ich die Leute nicht so gut erreichen»,
Interview in «Berner Zeitung», «Der Landbote», «Zürcher Oberländer» und «Zürichsee-Zeitung», 20. 4. 2015

 

«Man muss die Leute auch brüskieren»,
Interview in «Zürcher Oberländer» und «Anzeiger von Uster», 15. 9. 2015

 

«Wo isch Problemm, Monn?!»
Interview in den «Schaffhauser Nachrichten», 7. 12. 2015

 

Tages-Anzeiger und Der Bund, 5. 12. 2014

«‹Gömmer Starbucks?› ist lustig auf beruhigende Art. Es trägt zwei Botschaften vor. Erstens: Das Kürzel- und Jugodeutsch unserer Jungen ist kurios. Und zweitens: Sorgt euch nicht, liebe Erwachsene. Sie wollen nur spielen. Sie sind lieb. ‹Schlauer als wir damals›, so Friedli.» Thomas Widmer

 

Wiler Zeitung, 23. 11. 2015
«Mitreissend, pointiert und kurzweilig: Bei Bänz Friedli kriegen alle ihr Fett weg. ‹Nein, in einem Brockenhaus bin ich noch nie aufgetreten›, stellt Friedli kurz vor seinem Auftritt in Degersheim fest. Besagte Premiere scheint ihm jedoch zu gefallen. Zwischen nostalgischem Allerlei setzt er sich auf der aus Paletten bestehenden Bühne mit genauso spitzer Zunge wie scharfem Verstand bestens in Szene, hält den dicht gedrängt vor ihm Plazierten den Spiegel vor. Und verblüfft das eine oder andere Mal mit gut recherchiertem Hintergrundwissen über die lokalen Begebenheiten und Verhältnisse des beschaulichen Luftkurorts mit hohem Steuerfuss. Immer wieder schlägt er  Brücken vom Damals zum Jetzt: Zeigt die markantesten Veränderungen auf oder ruft mit Hilfe von zum Teil pikanten Details den jeweiligen Zeitgeist in Erinnerung.

Die Alltäglichkeit der gewählten Situationen erzeugt unmittelbar Nähe, entsprechend reicht die Bandbreite der Reaktionen im Publikum vom vielsagenden Schmunzler bis hin zum selbstironischen Lospruster. Die allseits ungeliebte Elternbildung (Elbi) bekommt ebenfalls ihr Fett weg. Macht es wirklich Sinn, dass sich Erwachsene über Themen informieren, von denen ihre Kinder eh schon alles besser wissen? Friedli bekennt sich als Leitbild-Googler, spezialisiert auf Schulen. Sein Ranking ist lang, sehr lang. Und kürzlich sind zwei neue Favoriten dazugekommen: Jene der beiden einheimischen Schulhäuser Sennrüti und Steinegg.» Christine Gregorin

 

Bote der Urschweiz, 9.11.2015
«Als Einstieg zu diesem humorvollen Samstagabend beschrieb Friedli den Ausdruck ‹Fremdschämen › anhand eines Videos, das im Internet millionenfach angeklickt wurde. Es heisse ‹Sitting on a toilet › und zeige genau das, erklärte er dem belustigten Publikum. Während des zweistündigen Auftritts gelang es ihm, die Zuschauer in seinen Monolog mit einzubeziehen. So nahm er wiederholt den StorchenTreff, den er im Vorfeld kennenlernen durfte, auf die Schippe – inklusive Spekulationen darüber, ob der Kindersegen im Vorstand mit dem Katholizismus zusammenhänge. Lustig wurde es vor allem, wenn der 50-Jährige die Sprache heutiger Jugendlicher nachahmte. Sätze wie ‹Gömmer Starbucks? › oder ‹Geit gar nid › vernimmt er häufig in Zürich oder Bern. Die Jugend spreche so, wie sie ihre Kurzmitteilungen schreibe: ‹Diese Jugendsprache ist kreativ und wie ein Drehbuch: kurz und auf den Punkt. › Es sei das Gegenteil des langatmigen Berndeutsch aus seiner Jugendzeit, welches er ebenfalls demonstrierte.
Immer deutlicher schwang sich Bänz Friedli in seinem Programm zum Anwalt der ‹heutigen Jugend› auf, welcher Gewalt à la Carlos und Exzesse im Ausgang vorgeworfen werden. Sie leide auch nicht unter ‹digitaler Demenz ›, wie oft zu lesen sei, sondern sei ‹die erste Generation, die mehr weiss und technisch mehr draufhat als die Eltern›. 55-jährige Politiker hätten das Chatten ja gar nicht im Griff, behauptete er mit einem Seitenhieb auf die Affäre Geri Müller: ‹Erwachsene spinnen, und den Kindern gibt man die Schuld.›» Patrick Kenel

 

Thurgauer Zeitung, 5. 11. 2015

«Bänz Friedli wie er leibt, lebt und philosophiert verblüffte mit  seinem Programm über die Jugendsprache in all ihren Facetten. Er überzeugte mit Witz, Charme und scharfsinnigen Beobachtungen. Jüngst hat er den renommiertesten Radio-Kabarett-Preis im deutschsprachigen Raum erhalten. Der ‹Salzburger Stier› wurde ihm im Mai überreicht und hievte ihn in den Kabarettistenolymp. Die Jury würdigte ihn indes mit den Worten ‹kritisch heimatverbunden, sympathisch philosophisch und stets verlässlich witzig›. Und genau so trat er in Wallenwil auf. Von Beginn an frech, schnörkellos geradlinig und immer wieder ortschaftsverbunden. So wurde an diesem Abend beschlossen, den Baukredit für eine Dreifachturnhalle zu sprechen, ‹es sind ja eh mehr Leute hier als an einer Gemeindeversammlung›. Natürlich darf – soll – man den Kabarettisten nicht immer ernst nehmen, doch vermehrt trifft er mit seinen Aussagen genau den Nerv der Zeit, oder direkt ins Herz der Zuschauer, welche es ihm in Wallenwil mit wiederkehrendem Applaus dankten. Die 140 Besucher in der ausverkauften Aula der Primarschule, die Organisatoren und Friedli selbst dürfen absolut zufrieden sein nach diesem humoristischen, kurzweiligen Höhenflug.» Christoph Heer

 

Rheintaler, 30. 10. 2015
«Bänz Friedli, Träger des Internationalen Radio-Kabarett-Preises ‹Salzburger Stier›, war ein absoluter Publikumsmagnet. Und er machte das Unmögliche möglich, sich einen Reim auf die Jugend zu machen. Er konnte diesem ernsten Thema so viel Humor abgewinnen, dass seine Zuhörer nicht aus dem Lachen heraus kamen.
Sein Auftritt ist eine sprachliche Achterbahn: In rasender Fahrt kurvt er durch unzählige Themen; man kommt kaum nach mit Zuhören. Friedli spricht nicht nur wie die Jugendlichen – die bereits auf dem Pausenplatz ‹Früh-Serbisch› hatten –, auch verschiedene Schweizer Dialekte imitiert er lupenrein: Sepp Blatters Walliser Diitsch, den Slang von FC-Basel-Spielern, die Sprache seiner Wahlheimat Zürich oder seiner deutschen Nachbarn. An unzähligen Beispielen widerlegt er Aussagen über die heutige Jugend: Ihre Sprache sei nicht dürftig und agrammatisch, sondern zeitsparend und originell, im Umgang mit digitalen Medien seien sie weit gewandter als alle Generationen vor ihnen.
Auf seinen Auftritt in Widnau hatte sich der Komiker bestens vorbereitet, er fragte sich, ob der untere Teil des Rheintals überhaupt zur Schweiz gehöre oder nicht eher ein eigener Planet sei. Er öffnete eine Red-Bull-Büchse aus Widnau und erwähnte unter Beifall der Besucher den Faustball, in dem die Widnauer Weltspitze sind.
Sein Auftritt erhielt riesigen Applaus; die Zugabe handelte vom Anruf auf eine Auskunftsnummer: Nach der Aufforderung ‹Für die Sprache Deutsch drücken Sie die Taste 1› kam die Antwort in Walliser Mundart, sodass Friedli sich fragte, ob die Taste 2 für Französisch nicht besser gewesen wäre. Die Besucherinnen und Besucher im ‹Metropol› klatschten ihn voller Begeisterung noch mehrmals auf die Bühne.» Maya Seiler

 

Zofinger Tagblatt, 23. 5. 2015 (PDF)
«In diesem ‹Starbucks›-Programm stecken Rhythmus und Timing und Melodie. Geschickt setzt Friedli Redefluss und Tempo ein und peppt die Pointen. Die Pausen sind effektvoll gesetzt. Der Conférencier Bänz Friedli verfügt über einen geschmeidigen Flow. Friedli glänzt mit geschliffenem Slangtheater. Das Publikum amüsiert sich köstlich. Gebannt folgt es diesem Berner aus dem ‹Ämmitau›, der so turboschnell wie ein Zürcher daherredet.» Michael Flückiger

 

Oltner Tagblatt, 6. 5. 2015 (PDF)
«Es ist ein wahres Vergnüngen, Friedli an den Oltner Kabarett-Tagen zuzuhören. Während er über Jugendsprache referiert, verwendet er selber wunderschöne berndeutsche Wörter, die man kaum noch hört. Es brauche ‹es Chehrli›, bis gewisse Slangausdrücke es bin in die Innerschweiz geschafft hätten.
Lachsalven ertönten in der ‹Schützi›, als Friedli aufzeigte, wie heute Termine abgemacht werden: Morgen oder doch lieber nächste Woche, Kino oder Nachtessen? Per SMS oder mit dem Handy an der Supermarktkasse … Wer hat nicht schon solche Dialoge gehört oder gar selber geführt? Friedli wurde mit tosendem Applaus entlassen.» Trudi Stadelmann

 

Anzeiger für das Oberfreiamt, 8. Mai 2015 (PDF)
«In einem für einen gebürtigen Berner ungewohnt rassigen Tempo brachte der Autor sein Programm auf die Bühne. So schnell, dass bald einmal der Lautsprecher seinen Geist aufgab. Die Lautsprecher-Anlage, auf der Elvis schon spielte. Das war zumindest die Vermutung von Friedli, der trotzdem unverdrossen weiterparodierte.» Edi Widmer

 

Neue Zuger Zeitung, 4. 5. 2015
«Der Kabarettist parodiert im Postlonzihuus Merenschand die Jugendsprache, das Publikum hängt ihm förmlich an den Lippen. Friedlis witzige, humorvolle und an Gestik kaum zu übertreffende Auseinandersetzung mit den Slangs und Spleens der heutigen Jugend löste in der voll besetzten Lokalität eine Lachsalve nach der anderen aus. Mit Jugenddialogen bewies er, dass er über eine ausgesprochen scharfsinnige Beobachtungsgabe verfügt. Witzig parodierte der Kabarettist, wie unsere Sozialpädagogen die Jugendlichen mit Samthandschuhen anfassen. ‹Chasch mer Jack säge, ech verstoh dech.› Zum Tränen Lachen waren Friedlis Mimik und Gestik, als er dem Publikum vorführte, wie aggressivem Verhalten mit ‹Halt, stopp! Ich fühle mich gemobbt› Einhalt geboten werden soll. Das Programm unterstrich, weshalb Bänz Friedli 2015 mit dem ‹Salzburger Stier›, dem wohl renommiertesten Radio-Kabarett-Preis, ausgezeichnet wird.»
Martin Mühlebach

 

 

Thuner Tagblatt, 23. 2. 2015 (PDF)
«Schnörkellos schnell analysierte Bänz Friedli im ausverkauften Schadausaal des KKThun Sprache und Spleens der Jugendlichen. Ein für Berner Verhältnisse äusserst zügiger sowie mit Witz und Wortakrobatik und teils auch politisch bepackter Abend!
Ein Stehpult mit einem Glas Wasser, ein Stuhl und ein Notenständer: Friedli (50), Autor, Kabarettist, Hausmann, Vater von zwei Teenagern sowie YB- und SCL-Tigers-Fan, brauchte nicht mehr, um den Anwesenden einen Spiegel vor das Gesicht zu halten: ‹Vielleicht sind unsere Jungen einfach sauclever und wir zu blöd dafür, es zu merken?›» Roger Probst

 

Zürcher Oberländer/Anzeiger von Uster, 12. 1. 2015 (PDF lesen)
«Friedli versteht die Jugend. Das behauptet er. Und man glaubt es ihm sofort, so präzis und originell wie er ihre Sprache im Lauf des Abends immer wieder parodiert. Dass er aber nicht schlecht von ihr denkt, lässt er in seinem Programm durchblicken. ‹Jeden Tag dieses Gejammer in der Zeitung und am Radio über die Jugend von wegen Komasaufen, Rauschtrinken, Massenbesäufnis. Herrgott, was haben wir denn gemacht mit dem Turnverein Wohlen am Eidgenössischen Turnfest 1984 in Winterthur? Ein bisschen am Barren geturnt, an den Rest erinnere ich mich nicht mehr.› Nach über zwei Stunden war das Unterhaltungsprogramm fertig im restlos ausverkauften Bucksaal, und die Stimmung hätte nicht besser sein können unter den knapp 300 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Oft mischte Friedli aber auch Komik und Tragik. Etwa dann, wenn er auf die aktuellen Geschehnisse in Frankreich zu sprechen kam. ‹Unglaublich, was wir hören und sehen mussten aus Paris. An diesen Tag erinnern wir uns wohl noch in 20 Jahren. Und welchen Titel wählt der ‹Blick am Abend› dafür? ‹Die Welt ist nicht nur schlimm: Shaqiri verdient jetzt dreimal mehr. Und Justin Bieber hat endlich Schamhaare.›› Das Lachen blieb hier manchen im Halse stecken.»
Manuel Naegeli

 

Liechtensteiner Vaterland, 10. 1. 2015
«Einen Beleg für Bänz Friedlis Aufstieg in die Super League der Schweizer Kabarettszene lieferte sein Auftritt im ‹TAK Theater Liechtenstein›: Dieses war beinahe ausverkauft, nur ganz, ganz wenige Restplätze blieben frei. Mit viel Ironie zog er das Publikum in seinen Bann und hatte auch Seitenhiebe für Liechtenstein parat. Friedlis eigentliches Thema aber war die Sprache der Jugend. Diese sei schnell, höchst effizient, denn Zeit sei schliesslich Geld. Credo des Abends: ‹Erst wenn man als Erwachsener überhaupt nicht mehr versteht, wie diese Jugend tickt, tickt die Jugend richtig.›»

 

Freiburger Nachrichten, 31. 12. 2014
«Egal, ob der Zopfteig nicht aufgehen mag, die Unterhosen von Frau und Tochter einfach nicht voneinander zu unterscheiden sind oder ein Inder lauthals im Zug telefoniert: Bänz Friedli nimmt alles mit Humor. Wahrscheinlich auch den Fakt, dass er gerade deshalb zu einem der 15 Köpfe des Jahres 2015 der ‹Freiburger Nachrichten› gekürt wurde. Und Friedli – Kolumnist, Kabarettist und Hausmann – sammelt fleissig weitere Titel: 2015 wird er auch den ‹Salzburger Stier›, den renommiertesten Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum, entgegennehmen dürfen. Er tritt damit in die Fussstapfen von bekannten Kabarettisten wie Franz Hohler und Massimo Rocchi.
Was Friedli wohl am meisten auszeichnet, ist die Fähigkeit, seinen Alltag amüsant zu beschreiben. Seine sympathische Art und die witzigen Texte regen einen mithin selbst zum Schreiben an, vor allem aber zum humorvollen Umgang mit dem eigenen Alltag – ein wichtiger Baustein, um glücklich und zufrieden mit seinem Leben zu sein. Ich hoffe, dass er dies auch mit seinen zukünftigen Texten möglichst vielen Lesern und Hörern weitergeben kann. Was ich persönlich an Bänz Friedli aber am meisten mag, ist seine etwas andere Vorbildfunktion: Er zeigt auf, dass man(n) selbst als Hausmann Preise gewinnen kann.»
Carla Sabato, Bloggerin «Zeitung im Gymnasium»

 

Jungfrau Zeitung, 23. 11. 2014
«Hausmann, Autor, Kolumnist, Satiriker, Kabarettist – Bänz Friedli ist vieles, nur nicht langweilig. Der 49-jährige Berner braucht wenig, um einen vollbesetzten Saal zu unterhalten. Im ausverkauften Kino Theater Brienz reicht ein Holz-Schemeli. Ein Glas Wasser darf auch nicht fehlen. Denn wer so viel und so schnell spricht wie der in Zürich lebende Emmentaler, hat öfters einen trockenen Hals. Friedli liebt die Sprache – und er ist ein Meister der Dialekt-Interpretation. Wie es der Titel erahnen lässt, dreht sich sein aktuelles Programm um die Sprache der Jugend. ‹Gömmer Starbucks?› Wirklich ausführlich sind die Sätze der Generation Smartphone nicht. Doch für ein ‹Ich hätte jetzt wirklich Lust auf einen Kaffee und vielleicht auch einen Brownie oder etwas anderes Süsses. Wir könnten ja zusammen in den Starbucks drüben an der Laupenstrasse gehen. Hast du Lust, mich zu begleiten?›, reiche die Zeit eben nicht mehr, so Friedli. So viele Informationen in einen so kurzen Satz zu verpacken, sei eben die neue Kunst der Verknappung. ‹Dafür kann mein zwölfjähriger Sohn mit seiner Helmkamera Videos filmen, anschliessend am Computer bearbeiten und zu einer Filmsequenz umwandeln›, so der zweifache Vater. Er werde – wegen seines aktuellem Programms – immer wieder gefragt, ob er die ‹Jugend von heute› denn verstehe. ‹Tu ich nicht›, sagt Friedli. ‹Wenn man denkt, man hat die Jugend verstanden, hat sie sich schon wieder weiterentwickelt.›» Patrick Gasser

 

Oltner Tagblatt, 3. 11. 2014
«Sehr authentisch versteht es Friedli, rasante Wortwechsel wiederzugeben, die er auf der Strasse oder im Zug aufgeschnappt hat. ‹Gömmer Starbucks?›, ‹Han ich zviel Gäld?› – kurz und klar, und nach Friedli keineswegs eine Verarmung der Sprache, sondern die Anpassung an eine schnelle, nervöse und harte Welt.
Im Laufe des Programms streift er Themen von Sport über Gewalt, Alkohol, ‹die Deutschen›, Minarettbau, die Konsumgesellschaft bis hin zur Politik. Es scheint, als habe er zu jedem Thema eine feste Meinung, und diese vertritt er ohne Rücksicht auf Verluste – mal laut und frech, mal ruhig und eindringlich, manchmal geht er an die Schmerzgrenze, mal ist er nostalgisch, mal spöttisch, mal herzlich.
Und immer wieder nimmt er ‹die Jugend›, nachdem er sich über sie amüsiert hat, in Schutz. Natürlich sei sie konsumgeil, aber sie sei auch so dressiert worden. Dass niemand ihre Sprache verstehe, sei der Sinn einer Jugendsprache, dass alles so schnell gehen müsse die logische Folge der starken Belastung in der heutigen Zeit. Zum ersten Mal seien die Jugendlichen vorne, und das mache den Erwachsenen ohnmächtig.» Johanna Blindow

 

Zürcher Unterländer, 28. 10. 2014
«Unterhaltsam und pointiert berichtete Friedli in Niederhasli im Programm ‹Gömmer Starbucks?› von der heutigen Jugend. Der Vater zweier Teenager bekundet offen seine Sympathien für die Jugend. In deren Sprache, die den Erwachsenen oft fremd und unverständlich ist, sieht er Fantasie und lobt die kreativen Abkürzungen.
Die ‹McSprache› sei dem schnellen, effizienten Leben angepasst, das den Jungen abverlangt wird. Die Jugendlichen seien den Eltern im technischen Verständnis und der Nutzung moderner Kommunikationsmittel haushoch überlegen. Friedli stellt die provokante Frage in den Raum: ‹Vielleicht sind sie zu gescheit, und wir sind zu blöd, um es zu merken?› Man nimmt ihm die Kritik, die er temporeich und witzig vorträgt, ab. Der Kabarettist verfügt über einen scharfen Blick auf die Realität.» Marlies Reutimann

 

Tages-Anzeiger, 22.10.2014

«Bänz Friedli zeigte sich als agiler, hochpräziser Sprachbeobachter und schlüpfte bei seinen temporeichen Generationensprüngen immer wieder in die unterschiedlichsten Rollen.» Adrian Schräder

 

Berner Zeitung, 27. 9. 2014
«Gut, supergut! Er trifft den Ton punktgenau: Elternbildungsslang, Balkanhochsprache, Züritüütsch in der Albisrieder Ausformung, Bärndütsch in der ‹Bumpelitzer› Italoversion Tscharni 1975. Umwerfend witzig ist das. Bänz Friedli verteidigt die SMS- und WhatsApp-Generation gegen die Sprachhüter, die durch die Kurzformen die Welt gefährdet sehen: ‹TMI› für ‹too much information›, frei übersetzt: ‹Wieso soll ich das wissen?› Friedli erzählt mit vielen witzigen Beispielen, was da abgeht, dass die Verknappung der Jungen keine Verarmung ist und wie schnell hippe Wörter wieder verschwinden. Weil er dies selbstironisch vermittelt, stört es auch nicht zu erfahren, dass die Zürcher tifiger vergessen.» Peter Steiger

 

Nidwaldner Zeitung, 23.9.2014

«Zum Abschluss von ‹Stans lacht› zündete Kabarettist Bänz Friedli ein Feuerwerk an Humor.»
 

Der Rheintaler, 16.9.2014

«Friedli bescherte dem Publikum in der Alten Mühle Gams einen heiteren, unbeschwerten Abend mit Tiefgang. Er bot ein Feuerwerk an Ausdrücken des Jugendslangs, den er gekonnt imitiert.» Esther Wyss


 
SonntagsZeitung, 27. 7. 2014, Bänz Friedli auf Rang 2 des Comedyratings!

«Die Jugend verstehen zu wollen, ist zwar aussichtslos, aber amüsant. Der 49-jährige Comedian und Hausmann erforscht mit ethnologischem Scharfblick und spitzer Zunge die angeblich gamesüchtige Generation. Und findet nicht nur heraus, dass es die Erwachsenen sind, die spinnen, sondern auch, welches die sicherste Verhütungsmethode ist: Sex via Skype.» Christian Hubschmid

 

reformiert, 2. 5. 2014
«Er bezeichnet sich ironisch als Jugendversteher und imitiert perfekt ihren Slang – vor einem Publikum aus Erwachsenen. Sie sind es vor allem, die bei Bänz Friedli in der Kritik stehen und dennoch mit Gelächter reagieren.»

 


NZZ am Sonntag, 27. April 2014

«Dass sich einer mit 48 Jahren erstmals auf die Kabarettbühne wagt, ist ungewöhnlich genug; Friedli aber katapultierte sich mit dieser Parforcetour durch die Schweizer Mundarten direkt in die Super League. Wie er Jugendsprache in all ihren Facetten parodiert – das zeugt von Subtilität, Präsenz, Witz und Zungenfertigkeit. Da gibt es keine Herablassung, keinen Brei aus Balkan- und Italo-Slang wie bei anderen Komikern. Friedli weiss zu differenzieren, und er bricht eine Lanze für die angeblich sprachlose, in dumpfem Konsumwahn befangene Jugend: Er zeigt, wie flink und kreativ sie mit der Sprache umgeht. Spott verbindet sich bei ihm mit Liebe, wie dieser fulminante Live-Mitschnitt aus dem Kleintheater Luzern beweist.» Manfred Papst

 

kulturtipp, 3. 5. 2014
«Bänz Friedli versteht die Jugend von heute. Eine Jugend, der nachgesagt wird, sie sei apolitisch, makrensüchtig und rede nur noch Slang. Friedli zeigt, was der verdichtete Sprechakt ‹Gömmer Starbucks?› – ‹Hani zviel Gäld?› alles aussagt, wenn man genau hinhört. Er erklärt, dass der Alltag an geleiteten Schulen mit wohlformulierten Leitbildern sehr anstrengend ist und die Jugend von der Werbung zu Konsumenten erzogen wird. Witzig.»

 

B wie Basel, Mai 2014
«Die vermeintlich sprachlosen Jugendlichen gehen flinker und origineller mit Sprache um als jede Generation vor ihnen. Dieser sprachlichen Kreativität mit all ihren Schattierungen spürt der Kabarettist mit sprühendem und teils tiefsinnigem Humor nach.»

 

Tele, 9. 4. 2014
«Friedli erklärt dem Rest der Schweiz, wie die Jugendlichen ticken, whatsappen, twittern und chatten. Und was sie sagen wollen. Vorsicht: witzig!»


Neue Luzerner Zeitung, 6. 2. 2014

«Zum Auftakt der Kabarettwochen im Kleintheater erklärte Friedli dem höchst amüsierten Publikum die Jugendsprache. In lockerer Erzählform bombardiert er gut zwei Stunden lang sein Publikum mit sprachlichen Wundertüten, die er allesamt von Jugendlichen aufgeschnappt zu haben scheint. Friedlis scharfsinnige Beobachtungen und sein Talent, mit perfekt imitierten Akzenten die Tonalität der Jugend zu treffen, machen das Zuhören zum puren Vergnügen. Der präsentierte Slang mag zwar mitunter fast grotesk wirken – man ist sich dessen realer Existenz durchaus bewusst und denkt: ‹Grauenhaft!› Doch Friedli bricht eine Lanze: ‹Wenn du denkst, du begreifst die Jungen, sind sie sprachlich schon wieder weiter. Und genau dafür ist die Jugendsprache ja da: um sich abzugrenzen.›» Yvonne Imbach

 

Bieler Tagblatt, 11. 1. 2014
«Ich bin doch kein ‹Elternteil›!», Interview (PDF)
von Tobias Graden

 

NZZ, 14. 12. 2013
«Die Entdeckung des Arosa Humor Festivals! Friedlis verblüffende Präsenz und Ironie liegen weit über dem Niveau hochgespülter TV-Imitatoren und -Klamauker. Als gereifter Spätberufener hat er das Zeug zu einem führenden Stand-Up-Komiker wie Michael Mittermeier.»


St. Galler Tagblatt, 14. 12 2013
«Zur eigentlichen Festivalentdeckung avancierte Bänz Friedli. ‹Der Hausmann der Nation› beweist mit seinem ersten Kabarettprogramm, dass er humoristisch sehr viel mehr drauf hat, als seine wöchentliche Kolumne im ‹Migros Magazin› und seine Lesungen ahnen lassen. Brillant  die Persiflagen über Jugendslang (‹Yolo – you only live once›), Teenagerhabitus (‹Petting per Skype ersetzt Schwangerschaftsverhütung›) und die Vornamenperversion (‹Shakira Affentranger›). Das kann sich nur einer leisten, der durch zwei Halbwüchsige im Haus namens Anna Luna und Hans hochgradig dazu legitimiert ist … Mit dieser Klassevorstellung hat sich die Blatter-Bühne im Bellavista Hotel als Spielstätte für subtile Programme weiter etabliert.» Peter Hummel

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