Die Presse über «S isch kompliziert»

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Wochenfalter, 24. 6. 2022 (PDF)

«Der brillante Kabarettist und Satiriker überraschte als blitzschneller Berner, der in seinem fünften Soloprogramm ‹S isch kompliziert› mit gesellschaftskritischen, aufmüpfigen, lustigen und exakten Alltagsbeobachtungen zum Nachdenken anregt. Pointiert rüttelt Friedli mit aktuellsten Informationen aus Politik und Weltgeschehen auf. Mit viel Insiderwissen hat er sich akribisch auf Oberwil-Lieli vorbereitet und die ganze Dorfprominenz miteinbezogen. Man könnte meinen, er hätte das unterhaltsame Programm am Abend davor eigens auf den Ort und das Publikum zugeschneidert. Ohne mit dem Finger zu zeigen, deckt er all die Ambivalenzen in und um uns auf. Ein wahres Sprachgenie, ein blitzgescheiter Mensch mit einer unglaublichen Präsenz!»

Rheintal24, 4. 6. 2022

«Bänz Friedlis Welt gerät in Unordnung – akktuell, überraschend und erfrischend heiter präsentiert er sein neues Kabarettprogramm. Bereits zum dritten Mal folgt der ‹Salzburger Stier›-Gewinner von 2015 der Einladung des Kulturvereins Widnau. Bei ihm ist jeder Abend einmalig. Dabei kommen ihm Geschichten aus seinen Büchern in die Quere, und natürlich fällt ihm der unpassende Song zur passenden Stelle ein. Denn leider ist alles ein bisschen komplizierter, als wir es gern hätten.»

 

Basler Zeitung, 3. 5. 2022

«Im neuen Programm denkt Friedli über einfache Antworten, schwierige Fragen und wahrhaftige Lügen nach, gerät er beiläufig vom Kleinen ins Grosse, persifliert Sportler und Politikerinnen, blödelt und philosophiert.»

Kurier Dietlikon/Wangen-Brüttisellen, 24. 3. 2022 (PDF)

«Ein zweistündiges Spektakel allererster Güte bot Friedli mit ‹S isch kompliziert›. Er verstand es in brillanter Manier, das Publikum zum Lachen zu bringen und kurz darauf zum Nachdenken anzuregen. Auf seine schonungslosen Ausführungen zum Ukraine-Krieg folgte übergangslos und wie selbstverständlich ein erheiterndes und lustiges Thema.

Friedli war nicht nur witzig und überraschend, sondern sehr oft auch kritisch und nachdenklich. Die Gäste kamen in den Genuss eines einmaligen, denkwürdigen Abends.»

Das Limmattal, 22. 2. 2022 (PDF)

«Friedli schaut genau hin und benutzt stets Herz und Verstand. Der Sprachkünstler denkt laut über einfache Antworten, schwierige Fragen und wahrhaftige Lügen nach. ‹Schön, wieder einmal jemanden zu sehen, der nichts braucht als sich selbst, um eine Bühne und einen ganzen Abend zu füllen, um unserer Zeit nachzuspüren›, sagte Franz Hohler über Friedli. Dieses Nachspüren trifft auf den brandneuen erzählerischen Kabarettabend zwischen tiefgründiger Politsatire und parodistischen Alltagsbeobachtungen haargenau zu. Kabarettist Friedli ist immer unverschämt lustig und wortgewaltig – und stets topaktuell.» Christian Murer

Surseer Woche, 17. 2. 2022

«Fulminant. Sein Kabarett ist gespickt mit Lokalkolorit – das zieht, und Friedli ist ein Meister darin. Neben Amüsantem viel Tiefgründiges, Feinsinniges, das einen nachdenklich zurücklässt. Ein mehr als gelungener Abend quer durch alle erdenklichen Themen, Gefühle und Stimmungen. Man hätte Bänz Friedli noch lange zuhören können!»

Thurgauer Zeitung, 17. 2. 2022

«Er philosophiert und blödelt, gerät vom Kleinen ins Grosse. Auch in seinem neuen Kabarettprogramm ist Bänz Friedli aktuell, überraschend und witzig. Und zwar nur mit Hinschauen, Herz und Verstand. Auf den jeweiligen Ort, die Leute und das Tagesgeschehen geht er ein wie kein anderer. Dabei kommen ihm Geschichten aus seinen Büchern in die Quere, und natürlich fällt ihm der unpassende Song zur passenden Stelle ein. Denn leider ist alles ein bisschen komplizierter, als wir es gern hätten. Zwei Stunden Bänz Friedli und die Welt ist wieder in Unordnung.»

Unterland Zeitung, 4. 2. 2022

«Was macht man an einem Freitagabend in dieser komplizierten Welt? Man geht in den ‹Sigristenkeller›, verfolgt aufmerksam, wie es Bänz Friedli gelingt, diese komplizierte Welt in Unordnung zu bringen und doch zu zeigen, wie man mit dieser Unordnung fertigwerden kann. Und zwischendurch lacht man sich ‹einen Schranz in den Bauch› ob all dem sinnigen Unsinn, den Bänz Friedli in seinem erzählerischen Kabarett verbreitet.»

Berner Zeitung, Der Bund, 28. 1. 2022 (PDF)

«Bänz ist hässig. Der Kabarettist spiegelt in seinem Abend ‹S isch kompliziert› das allgemeine Befinden: Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Friedli fremdelt. Oder: ‹frömdelet›, wie es so schön auf Berndeutsch heisst. Und ja, wütend ist er auch. Ja, die Pandemie hat auch bei Bänz Friedli ihre Spuren hinterlassen. Er hatte viel Zeit, um nachzudenken. Und er hat viel nachgedacht: über die Lokalpolitik, über den Sport, vor allem über den Fussball, über den Klimawandel und auch über den Stadt-Land-Konflikt. Er hat zu allem eine Meinung.

Eigentlich ist sein Hauptthema aber die Pandemie, also deren Auswirkungen auf unser aller Befinden. Klug und gewohnt sprachlich virtuos lässt er dem Druck, den wir alle auf der Brust spüren, freien Lauf. Was Bänz Friedli schon immer exzellent konnte, bietet er auch in seinem bereits fünften Soloprogramm wieder: Er seziert die allgemeine Stimmung anhand sprachlicher Auswüchse. Er hat schon recht, wenn er sagt, dass der Lockdown auch sein Gutes hatte. Wie ruhig es war, wie ungestört man sein konnte. Jetzt ist der Lärm wieder da, jetzt ist man wieder konfrontiert mit dem Mitmenschen. Und das zeigt Friedli eindrücklich, indem er all die Stimmen, die wieder unseren Alltag bevölkern, nachahmt. Friedli präsentiert sich als gekonnter Stimmenimitator und schafft es so, den Alltagslärm auf die Bühne zu holen.

Das ist der kluge Kniff in Bänz Friedlis Programm: dass er sich damit immer auch selber anklagt, wenn er motzt und flucht, sich über andere aufregt und eben fremdelt. So fühlen wir uns in diesen Zeiten – irgendwie suchen wir das Verbindende und regen uns doch lieber über andere auf. Ein Höhepunkt des Abends (und der Schauspielkunst) ist, als Bänz Friedli eine Bundesratssitzung nachahmt und es schafft, kurzerhand alle Bundesrätinnen und -räte so zu imitieren, als stünden sie tatsächlich auf der Bühne. Dabei trifft er Bersets und Cassis’ von Akzenten durchdrungenes Deutsch ebenso gut, wie das «Wallissertiitsch» Viola Amherds.

Wie gewohnt zeigt sich Friedli auch hier wieder als gut informierter Zeitgenosse. Er hat jegliche (lokal-)politische und gesellschaftliche Aktualität in petto. Es gibt aber noch an eine andere Seite an ihm, die vor allem in der zweiten Hälfte des Programms zum Vorschein kommt. Eine richtiggehende Suada lässt er da über die Ungerechtigkeiten dieser Welt los: über gierige Banker, über CEOs von Pharmaunternehmen und über ‹Global Leaders›, die mit ihren Privatjets an die Klimakonferenz fliegen: Alles nur ‹Lugihüng und Clowns›, sagt Friedli. Und nennt die Dinge beim Namen: spricht von chinesischen Konzentrationslagern und Arbeitssklaven in Katar, von den Verbandelungen der Schweizer Wirtschaft mit Unrechtsregimen. Gerade bei diesen Themen lässt er den Ernst stehen, rundet die Spitzen nicht mit einer Pointe ab, sondern lässt sie stechen.

Neben seiner wütenden und seiner rhetorisch brillanten Seite zeigt sich Friedli aber auch nachdenklich. Auf einem Nebenschauplatz gibt er in kurzen Sequenzen sehr Persönliches aus seiner Kindheit preis, erzählt etwa von seinem Vater, um dessen Anerkennung er stets kämpfte, spricht von seinen Neurosen und einer tiefen Unsicherheit, die er auf der Bühne zu kompensieren versucht.

Insgesamt ist ihm ein hochaktuelles Stück Kabarett gelungen: aufmüpfig, lustig, klug und sehr persönlich. Martin Burkhalter

Die Weltwoche, 27. 1. 2022 (PDF)

«Das Leben ist kompliziert geworden. Wenig persönliche Kontakte, Home Office, jeder auf sich selbst zurückgeworfen. Man ist aus dem Tritt. Hinterfragt die kleinsten Dinge in der grossen Welt. So auch Kolumnist und Kabarettist Bänz Friedli, neu mit seinem fünften Programm auf Tour. Locker mit diesem ersten Satz: ‹Bänz Friedli hat die Gruppe verlassen.›

Er möchte nirgends mehr dazugehören, nicht zu Linken oder Rechten, nicht zu den Stündelern oder Trychlern, und, nein, er ist auch noch kein alter weisser Mann. Alles ist dem Berner Wahlzürcher suspekt, und da nimmt er uns als träfer Seismograph mit auf seine Gedankenreise durch die Welt. Politik, Sport, Gendersprachverwirrung, Klimawandel, Stadt-Land-Konflikt – kurz, er macht sich seinen Reim auf all die kleinen und grossen Dinge, die uns umtreiben. Corona inklusive, diese ‹fucking petite grippe›.

Er umschreibt ein Gefühl, das derzeit alle kennen: Das Tempo macht schwindlig. Was ist richtig, was falsch? Alle haben eine Meinung, aber kaum den Durchblick. Und der Friedli? Macht genau das zum Thema. Mit Präzision, Tempo, Charme und hoher Pointenkadenz. Humor kann eine ernste Sache sein: Nie war mehr Streit und Hass, mehr Verunsicherung mit Migration und Inflation.

‹Ja – nein, schwarz – weiss, like – hate›, so sucht man Klarheit, doch Friedli weiss: Es ist so einfach dann doch nicht. Der 56-Jährige, der 2015 den Salzburger Stier und damit die höchsten Weihen in der deutschsprachigen Kleinkunst bekam, hangelt sich wie beiläufig von Krise zu Aufreger, macht sich über grosskotzige Banker mit ihren Anglizismen lustig und äfft Secondos mit ihrem Balkanslang nach, dass es eine Freude ist. Der Rock ’n’ Roller unter den Comedians flucht, predigt und hält uns den Spiegel vor, wenn er zeigt, wie wir hadern und darin scheitern, ein verantwortungsvolles Leben führen zu wollen.»  Mathias Haehl

kleinkunstundtheater.com, 27. 1. 2022

«Tolle zwei Stunden von einem der besten Kabarettisten im Lande –  intensiv, lustig, nachdenklich.» Fredi Hallauer

NZZ am Sonntag, 23. 1. 2022 (PDF)

«Kabarettist Bänz Friedli zeigt sich in seinem neuen Soloprogramm auf der Höhe seines Könnens als Alltagsbeobachter und Sprachartist. Er überbrückt gesellschaftliche Gräben mit Pointen.

Meist steht er in der Bühnenmitte und tut das, was er am besten kann: Er denkt laut nach und lässt sich von seinen Ideen forttragen, schweift ab, erzählt Geschichten. Das heisst bei ihm: Er vergegenwärtigt und verkörpert sie mit Leib und Seele. Mit sparsamer Gestik und präzisem Mienenspiel, vor allem aber mit seiner höchst wandelbaren Sprache.

Mit seinem feinen Gehör und seiner Imitationskunst lässt er nicht nur Typen, sondern auch Individuen lebendig werden. Und er macht nicht den Fehler, sein Können selbstgefällig zu demonstrieren: Peter Bichsel oder Vladimir Petkovic stellt er mit einem einzigen Satz vor uns hin.

Bänz Friedlis Pointen kommen schnell und oft unerwartet; wie weiland Dieter Hildebrandt arbeitet er geschickt mit kleinen Stolperern. Mitunter liegt die Botschaft in einer Sekunde des Zögerns, einem Versprecher.

Der Titel des neuen Programms bildet die thematische Klammer für Friedlis Beobachtungen zu Corona-Experten und Impfgegnern, zu Verschwörungstheoretikern und Gutmenschen. Dabei gelingt es ihm, globale Themen mit Privatem zu verbinden und auch seine eigene Position mit Humor zu hinterfragen.

Der Abend beginnt mit einem genialen Satz: ‹Bänz Friedli hat die Gruppe verlassen.› Und in einer schwindelerregenden Kaskade für Stadt und Land zählt der Kabarettist auf, zu welchen Gruppen er nicht mehr gehören will. Es sind so gut wie alle. Beiläufig zeigt sich der Entertainer als Meister im denunziatorischen Zitieren: Ob er ein Flugblatt der SVP, eine Bilderläuterung aus der Kunsthalle Bremen oder einen Leitartikel des ‹Tages-Anzeigers› aus dem Jackett zieht: Man ist als Zuschauer heilfroh, dass man das nicht geschrieben hat.

Friedlis Aversion richtet sich gegen die ­ terribles simplificateurs auf allen Seiten. Das heisst nun aber nicht, dass er mit seinem Einerseits-Andererseits alles zu Tode relativieren würde. Er zeigt Haltung, beispielsweise in der Ökologie. Man rette den Planeten nicht, indem man im Tesla statt im SUV ins Shoppingcenter fahre, sagt er; die grünste Reise sei die, auf die man ganz verzichte. Und überall dort, wo Menschenrechte verletzt werden, verurteilt er taktisches Lavieren.

Friedlis Einlassungen zur Gegenwart werden konterkariert durch kurze Sequenzen, in denen er starr am rechten Bühnenrand steht, nur von einem schmalen Lichtkegel beleuchtet, und sich an prägende Kindheitserlebnisse erinnert. Diese Szenen, so kurz sie sind, geben dem Abend eine Tiefe und Dringlichkeit, die er sonst nicht hätte.

Bisweilen ist Friedli einfach nur umwerfend lustig. Ein Glanzstück des Abends ist das ‹Protokoll› einer Krisensitzung des Bundesrats, in dem er alle sieben Stimmen in rasantem Hin und Her so treffend imitiert, dass man Tränen lacht.» Manfred Papst

Luzerner, Zuger, Urner, Nidwaldner und Obwaldner Zeitung, 21. 1. 2022 (PDF)

«Das Weltgeschehen, ja das Leben an sich zu deuten, das ist eine komplizierte Sache. Zumindest wenn man dabei differenziert vorgeht. Nicht wenige Menschen verfallen in einfache Denkmuster – Graubereiche auszuloten, ist nicht jedermanns oder -fraus Sache. Da wären wir schon bei einem zentralen Punkt, an dem sich Friedli in seinem neuen Programm ‹S isch kompliziert› genüsslich abarbeiten kann: Eigentlich muss er vereinfachen, um Humor zu generieren. Sein Naturell ist aber das des Grüblers, des Relativierers und Vermittlers. ‹Da hab ich nun ein Problem›, konstatiert Friedli bei der Premiere im Luzerner Kleintheater.

Der gebürtige Berner, der schon lange in Zürich zu Hause ist, pendelt zwischen tiefgründiger Politsatire, bissiger Gesellschaftsanalyse und parodistischen Alltagsbeobachtungen. Das geht mitunter rasend schnell vom einen zum anderen Ende seines Spektrums. Und so galoppiert er durch das Zeitgeschehen, mokiert sich über Verschwörungstheoretiker, Ewiggestrige, E-Bike-Fahrende, kindsköpfige Multimilliardäre oder verlogene Politikerinnen und Politiker (meistens sind es die männlichen Volksrepräsentanten) gleichermassen. Mal ist er ganz ernst und bricht Lanzen für den Umweltschutz oder die engagierte Jugend, die bisher gültige Gesellschaftsmuster und Rollenbilder radikal hinterfragt. Dann wiederum sitzt er entspannt im roten Samtsessel und zeigt sein ausserordentliches Sprach- und Imitationstalent, wenn er eine Bundesratssitzung nachspielt und dabei jeden Akzent und Dialekt haargenau trifft. Das ist Bänz Friedli in Hochform.

Und so schafft er es tatsächlich auch, differenziert und pointiert gleichzeitig zu sein.

Die Aufgabe des Satirikers besteht darin, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Und das macht Friedli so gut wie kaum ein anderer Schweizer Humorist. Glücklich die Stadt, der Friedli einen Besuch abstattet.» Stefan Welzel

kulturtipp, 20. 1. 2022

«Das Leben ist kompliziert geworden. Das stellt auch Bänz Friedli in seinem brandaktuellen fünften Kabarettprogramm ‹S isch kompliziert› fest und gibt mit einer grossen Por­tion Humor Gegensteuer. Der 56-jährige Kabarettist und Sprachkünstler lässt sich über die aktuelle Weltlage aus – und streut in sein Programm je nach Auftrittsort auch immer Pointen zum lokalen Tagesgeschehen ein. Er macht sich über sich selbst als ‹Hafermilchtrinker und Körnlipicker› lustig, persifliert Sport­ler und Politikerinnen, erzählt Geschichten, blödelt und philosophiert.» Babina Cathomen

zentralplus, 20. 1. 2022 (lesen)

«Er gehört zu den ganz Grossen, wenn es um Schweizer Humor geht. Mit seinen Denkansätzen und Wortspielen ist Friedli am Puls der Zeit. Wirklich schön, wie er sich in der Lokalpolitik und dem Alltagsleben in Luzern auskennt.

Klimawandel, Aussen- und Innenpolitik, Ferien mit gutem Gewissen, Rechtsradikale in den ländlichen Gegenden, wirklich alles kompliziert, aber von Friedli gut seziert. So wandeln wir mit ihm durch die genannten Themen, erfreuen uns an Parodien und bekommen auch noch aus seinem Sammelsurium an Büchern vorgelesen.

Dabei merkt man ihm die Liebe zur Sprache an und sein Talent zum Beobachten, seien es Alltagssituationen oder die Beletage der Politik und des Bünzlitums. Köstlich!» Daniel Klein

Der Bund, Berner Zeitung, Thuner Tagblatt, 19. 1. 2022 (PDF)

«Der Titel des Programms spielt natürlich auf die aktuelle Weltlage an, auf die frenetische Suche nach Wahrhaftigkeit und Lüge. Dabei zitiert der Kabarettist unter anderem aus dem viel diskutierten SVP-Papier, in dem Städterinnen und Städter als luxuslinke Schmarotzer bezeichnet werden. Friedli, der in Bern geboren wurde, aber seit bald dreissig Jahren in Zürich lebt, stellte durch seine zahlreichen Auftritte in ländlichen Gefilden fest, dass er in einer Bubble lebt. Es sei komplizierter, als manche in der Stadt denken.

Der Stadt-Land-Graben ist aber nicht das einzige Thema, mit dem sich Friedli in seinem aktuellen Programm beschäftigt. Auch die Jugend, für die er bereits in ‹Gömmer Starbucks?› (2013) Partei ergriff, beschäftigt ihn weiterhin.

Friedli, der Vater zweier erwachsener Kinder ist, fühlt sich durch Begriffe wie ‹alter weisser Mann› nicht angegriffen, sondern versteht die Sprache der Jungen als Anregung. ‹Es ist doch ein Geschenk, wenn alte Denkweisen nochmals aufgebrochen werden.› Man solle ihnen zuhören, findet er, denn, ‹sie stellen die richtigen Fragen›.» Helen Lagger

Limmattaler Zeitung, 17. 1. 2022 (PDF)

«Im neuen Programm ‹S isch kompliziert – Bänz Friedli schafft Unordnung› sprudelt es aus Friedli nur so heraus. Er vermischt gekonnt Politisches und Privates. Was so locker dahergeplaudert erscheint, ist topaktuell und klug durchdacht – und stets ein wenig provokativ, um nicht zu sagen stinkfrech. Der Zürcher mit unüberhörbaren Berner Wurzeln schafft es, seinen hintersinnigen Humor stehend und locker vom Hocker wirken zu lassen. Es ist ein Genuss, seiner Vorstellung beizuwohnen – insbesondere nach der monatelangen, pandemiebedingten Kulturdürre.

Stets aktuell, oft überraschend und erfrischend heiter ist das neue Programm von Bänz Friedli. Er unterhält mit frischem Humor, Provokationen und Lokalkolorit. Vor der Vorpremiere in Dietikon hat er sich bestens informiert. Mit dem so gewonnenen Wissen verändert Friedli seine Auftritte von Ort zu Ort. Und das kommt gut an. Der Auftritt in Dietikon war ausverkauft.» Christian Murer

Schweiz am Wochenende, 15. 1. 2022 (Interview PDF)

Kabarettist Bänz Friedli will in seinem neuen Programm niemanden mehr zum Idioten abstempeln, ausser sich selbst. Interview: Julia Stephan.

Unterland Zeitung, 14. 1. 2022

«Mit seinem erzählerischen Kabarett sorgt Friedli für geordnete Unordnung. Er ist aktuell, oft überraschend und stets witzig. Das alles bringt er nur mit Hinschauen, Herz und Verstand fertig, er denkt über einfache Antworten, schwierige Fragen und wahrhaftige Lügen nach, blödelt und philosophiert und nimmt Sportler und Politikerinnen aufs Korn. ‹S isch kompliziert – Bänz Friedli schafft Unordnung›, diesen Abend sollte man nicht verpassen.» Friedel K. Husemann

SonntagsBlick, 26. 12. 2021 (Interview PDF)

«Im Gespräch mit ‹Magazin›-Redaktor Daniel Arnet zeigt sich Bänz Friedli in seinem Zürcher Büro nachdenklicher denn je.»

Oberbaselbieter Zeitung obz, 16. 12. 2021

«Sprachvirtuose, Autor, Komiker und Kabarettist Bänz Friedli verblüffte als Berner mit seinem witzigen Auftritt über Themen wie einem zögernden Bundesrat in Pandemiezeiten und über Frauenfussball, wobei die Sprache ständig in Bewegung blieb.» Sander van Riemsdijk

Stadtanzeiger Olten, 11. 11. 2021 (PDF)

«Von Politikern, die per Privatjet an Klimakonferenzen fliegen, bis zu Nazis und Antifas an gemeinsamen Corona-Demos – der Autor legte gekonnt die Finger in die Wunden der aktuellen Geschehnisse, und dies ohne die Moralkeule zu schwingen. Sein enthusiastischer Appell für den Frauenfussball, mit dem er sich auch in seinem ersten Kinderbuch ‹Machs wie Abby, Sascha!› befasst, liess wohl den einen oder anderen Besuchenden aufhorchen und den eigenen Blick auf diesen Sport überdenken. Ein sympathischer, authentischer und amüsanter Auftakt der neuen Oltner Literaturbühne, der zum Nachdenken anregte und Lust auf mehr machte.» Beno Meier

Golden Generation, November 2021

«Ein Satiriker, der mitfühlt? Genau, das ist Bänz Friedli. Ein Beobachter von scheinbar Belanglosem, ein scharfer Kombinierer von Gedankenfetzen, der sich in sein Gegenüber hineinversetzen kann. Die Aufgabe auf der Bühne wäre ja eigentlich, zu vereinfachen und etwas auf den Punkt zu bringen. ‹Manchmal ist mir das aber zu wenig. Ich will zugeben können: Ja, s isch kompliziert›, verweist er auf das, worum es ihm im neuen Programm geht.

Humor mit Nuancen. Nach ausverkauften Kabarett-Tourneen, vielen Auftritten in Radio und Fernsehen und einer spitzen Feder als Journalist zu Beginn seiner Laufbahn wagt er etwas Neues. ‹Ich wüsste, welche Sprüche über welche Politiker die grössten Lacher erzeugen. Nur ist mir das zu einfach.› Das meiste, was er spielt, beruht auf Beobachtungen. Der Berner in Zürich hat davon eine ganze Menge. Und was Kenner seiner Auftritte schätzen und wissen: Jeder Abend ist einzigartig.

Bänz Friedli ist so einfühlsam, dass er eine Trump-Wählerin verstehen kann, er beobachtet so genau, dass er Figuren kreieren kann, er erzählt so ungetrübt, dass er schockieren kann, und er tut dies so selbstbestimmt, dass es persönlich wird. ‹S isch kompliziert› – aber spannend.» Sacha Jacqueroud